Honk for hope – Im Gespräch mit Alexander Ehrlich

Der Vorsitzende des Bundesverbandes honkforhope, Mag. Alexander Ehrlich, ist diesmal zu Gast in unserem Podcastformat Reiner Wein.

Im Gespräch mit Gunther Sosna erklärt der Buslogistikunternehmer zu Beginn, was seine unternehmerische Tätigkeit genau umfasst und warum er sich genötigt fühlte, die Initiative honkforhope zu gründen. Buscharterunternehmen haben durch die Coronakrise und die darauffolgenden Einschränkungen des Reiseverkehrs bis zu 97,5% ihres Geschäftes verloren. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wurden Petitionen zur Rettung des Busgewerbes eingereicht; diese fanden jedoch kaum Unterstützung in der Bevölkerung. Auch von Regierungsseite gab es kaum Hilfen.

Politisch aktiv wurde Ehrlich, als er im Zuge der Querdenken-Demos in Deutschland begann, Demonstranten per Bus zu den Demos zu befördern, obwohl ihm eindringlich davon abgeraten wurde, vor allem auch von Mitgliedern der honkforhope-Initiative. Nach zwei Testfahrten, bei denen ihm von den Fahrern bestätigt wurde, dass die Teilnehmer einen Querschnitt der deutschen Bevölkerung abbilden und keineswegs rechtsextreme oder gewaltbereite Menschen sind, erklärte der Unternehmer sich bereit, die Logistik für die bis dahin größte Demo am 1. August 2020 in Berlin abzuwickeln.

Im Zuge dieser Ereignisse lernte er die deutsche Friedensaktivistin Doreen Schneider kennen, mit der er gemeinsam mehrere Anti-Coronamaßnahmen-events organisiert hat. Politik und Medien zu hinterfragen begann Ehrlich vor allem nach den über alle Medien hinweg überaus tendenziösen Berichterstattungen zur Demo am 1. August in Berlin. Die darauffolgenden Veränderungen spalteten die honkforhope-Bewegung: manche schwenkten ganz auf Regierungslinie ein, Ehrlich und viele andere lehnen jedoch die „Neue Normalität“ (die scheinbar ohne Reisen auskommt) und die nach ihrem Verständnis übertriebenen Maßnahmen inklusive massiver Einschränkungen der Grund-, Bürger- und Freiheitsrechte ab. Für ihn ist es kein Zufall, dass Großbetriebe von der Krise tendenziell profitieren, während viele KMBs insolvenzgefährdet sind. Im Busbereich erhielten nur bestimmte, meißt größere Unternehmen eine Staatshilfe, während andere, vor allem Familienbetriebe, auf der Strecke blieben – quasi eine Umverteilung hin zu den Großunternehmen.

Ehrlich geht davon aus, dass wir auf eine Diktatur zusteuern (siehe die – oftmals verfassungswidrige – Verordnungsflut an den Parlamenten vorbei), die von wirtschaftlichen Interessen gelenkt die Grund-, Bürger- und Freiheitsrechte immer weiter zurückdrängen wird, während die bestimmenden Personen ihren Reichtum vermehren. Mittel zum Zweck ist die Angst der Menschen vor einem Virus – ohne dabei die vielen Opfer der Maßnahmen im Blick zu haben. Das Ziel der Friedensbewegung weltweit ist, diese Tendenzen aufzuhalten, Frieden und Freiheit für alle Menschen zu bewahren und die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern – denn das ginge jetzt noch. Alle Personen, die zu Gewalt aufrufen oder eine intolerante Haltung an den Tag legen, haben in der Friedensbewegung keinen Platz – unabhängig davon ob diese rechts(-) oder links(extrem) sind. Deren Anzahl ist in der Bewegung allerdings auch verschwindend gering erklärt Mag. Ehrlich.

Im weiteren Gespräch werden die Ausübung politischer Macht, der Einsatz von Nebelkerzen durch die Politik, die gemeinsam formulierten Werte der Friedensbewegung (Salzburger Fundament), die notwendigen politischen und medialen Reformen (innerhalb des bestehenden Systems) und vieles mehr aus der Sicht eines Friedensbewegten besprochen.

 

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ehrlich Wolfgang Müller 1

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