Im Gespräch mit Paul Chaim Eisenberg

Veranstaltungsdaten

Datum
13. 2. 2020
Veranstalter
Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen
Ort
BSA Generalsekretariat

Der ehemalige Oberrabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Paul Chaim Eisenberg, stellte im Zuge einer Veranstaltung des Bundes Sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen sein neues Buch Das ABC vom Glück vor. Im Zuge des Gesprächs mit Matthias Vavra erzählt der „ökumenische Grenzgänger“ einige interessante und humorige Begebenheiten bei seiner Tätigkeit als Oberrabbiner und beim Radio, beschreibt seine Beziehung zu Wien und Österreich und Österreichs standing im Ausland sowie zur politischen Situation in Österreich.

Zeit seines Lebens war für Eisenberg der Kompromiss entscheidend, egal ob in der großen Weltpolitik oder im eigenen Heim. Vermittler für einen Kompromiss kann niemals jemand sein, bei dem von vorne herein Einseitigkeit angenommen werden muss, wie im aktuellen Fall des Nahost-Friedenplans von Jared Kushner. Zu Israel könne man eine positive Meinung haben, ohne jeden Fehler der dortigen Regierung gut heißen zu müssen.

Beim Versuch der Definition des typisch jüdischen Witzes gibt Eisenberg ein paar Leitplanken vor. Es dürfe zB niemand persönlich oder kollektiv heruntergemacht werden, egal welcher Herkunft. Eisenberg ist wichtig, dass Witze über Juden nicht ins Antisemitische abgleiten: die Grenze ist für Außenstehende oft schwer nachzuvollziehen.

Nach einem Einblick in Eisenbergs großen Fundus an jüdischem Humor findet auch das Publikum noch Zeit, Fragen an den Autor und Sänger zu stellen: über jüdische bzw antisemitische Ausdrücke in der deutschen Sprache, jüdische Gemeinden im Burgenland und ihre Auswanderungsbewegung nach Israel und ob Witze über die Shoa erlaubt sein sollen oder nicht.

Credits

Image Title Autor License
Paul Eisenberg Wolfgang Müller CC BY SA 4.0

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