Hans-Jürgen Jakobs im Gespräch mit Herbert Gnauer: Wem gehört die Welt?

Hans-Jürgen Jakobs

In Kooperation mit dem Handelsblatt untersuchte der renommierte deutsche Wirtschaftsjournalist Hans-Jürgen Jakobs die Macht- und Eigentumsverhältnisse im globalen Kapitalismus unserer Tage. Im Herbst 2016 erschien das beeindruckende Resultat der Recherche in Buchform unter dem Titel “Wem gehört die Welt“. Erstmals werden die 200 wichtigsten Akteure des Weltfinanzwesens benannt und vorgestellt. Zum Zeitpunkt der Drucklegung verfügte diese kleine Gruppe gemeinsam über mehr als 40 Billionen US-Dollar – das entspricht rund 60% des summierten globalen Bruttoinlandsproduktes oder der dreifachen Wirtschaftsleistung der gesamten EU. Grund genug, die mächtigen Herren – wenig überraschend finden sich darunter nur sehr vereinzelt Damen -, ihre Konzerne und Konstrukte näher unter die Lupe zu nehmen.

Eine Aufgabe, die Jakobs mit Unterstützung seines Teams ganz hervorragend meisterte. Unmengen von Fakten wurden zusammengetragen, Details sonder Zahl penibel recherchiert, in Zusammenhang gebracht und – nicht zuletzt – mithilfe anschaulicher Grafiken auch für Laien leicht erfassbar dargestellt. Verblüffend viele der genannten Namen, sowohl von Firmen als auch Personen, finden sich kaum in den Medien wieder und sind außerhalb der innersten Zirkel so gut wie unbekannt. Dennoch sind sie es, die das globale Geschehen, und damit unser aller Leben, maßgeblich bestimmen. Eine enorme Fülle von Macht befindet sich in den Händen sehr weniger Menschen – privatwirtschaftlich organisiert und demokratischer Kontrolle weitestgehend entzogen. Diese enorme Konzentration dürfte sich aufgrund der herrschenden Mechanismen in den nächsten Jahren noch weiter erhöhen. Mit anderen Worten: Wir erleben soeben eine Zeitenwende, die sich mit wachsender Dynamik in einer tiefgreifende Neuordnung der Machtverhältnisse niederschlägt.

Abgerundet wird der Report durch eine umfassende Analyse der gegenwärtigen Situation. Unter dem Strich steht die dringliche Warnung, einem ungebremsten Neokapitalismus nicht länger freies Spiel zu lassen. Andernfalls drohen düstere Perspektiven bis hin zum weltweiten Zusammenbruch des gesamten Wirtschafts- und Finanzsystems. Wenige Tage nach Erscheinen des Buches stellte sich Hans-Jürgen Jakobs Idealism Prevails für ein Interview zu Verfügung:

 

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