Money Monster

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ACHTUNG SPOILER !

Money Monster, der neueste Hollywood-Film zum Thema Finanzwelt, stellt uns einen (übertrieben chauvinistischen) Börsenguru (George Clooney) – wohl angelehnt an den sehr lautstarken Börseexperten Jim Kramer von CNBC – und dessen Finanztipp-Show Money Monster vor, die durch einen seiner Zuseher, der Pistolen schwingend die Live-Show kapert, jäh unterbrochen wird. Gemeinsam mit der Produzentin der Show (Julia Roberts) kommen sie einem 800-Millionen-Dollar Betrugsfall auf die Schliche, dessen Aufdeckung  nicht für alle positiv ausgeht.

Der relativ frühe Höhepunkt des Filmes ist die Bitte des Börsengurus an das Live-Publikum, sein Leben zu retten, indem sie die Aktie kaufen, durch die sein Kidnapper sein Erspartes verloren hat, und so wieder an alte Börsenkurse heranführen. Perfekt inszeniert mit der richtigen Pointe, gut gemacht Jodie Foster (Regisseurin).

Neben dem Thema high frequency trading, das nur am Rande behandelt wird, wird die Problematik des unkontrollierten pushens von Aktien und dessen Auswirkungen angesprochen. Wie wichtig ist Moral, wenns ums Geld geht ? Jeden Tag ein heißer Tipp, damit die Geldmaschine läuft. Irgendjemand muss schließlich auch die Gage des Moderators bezahlen.

Im Großen und Ganzen gab es schon bemerkenswertere Filme zum Thema Börse, z.B. mein (fast leer ausgegangener) Favorit für die Oscars 2016 The big short (mit einem überzeugenden Christian Bale) oder The wolf of Wall Street, oder – wenn man mehr Zeit hat – die aktuelle Serie Billions mit Damien Lewis und Paul Giamatti. Dennoch: für Neueinsteiger in das Thema bietet Money Monster gute Unterhaltung und einen Blick hinter die Kulissen, der die Frage von Moral und von Recht und Unrecht in der Welt des Geldes in Bezug auf die Medien stellt. Allzu viele Antworten darf man sich aber nicht erwarten.

Credits

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Money_Monster Money_Monster Georges Biard CC BY-SA 3.0