Theologische Gewalt, Dschihadismus – Univ.-Prof. Rüdiger Lohlker informiert

Theologie der Gewalt - Dhihadistisches Denken

Veranstaltungsdaten

Datum
13. 6. 2016
Veranstalter
Sir Peter Ustinov Institut
Ort
Hauptuniversität Wien
Veranstaltungsart
Vortrag

Am Montag, dem 13. Juni 2016, fand im Hauptunversitätsgebäude in Wien von 16:45 bis 18:15 Uhr ein spannender Vortrag statt. Zu Gast: Der Islam-Forscher und Dschihadismus-Experte Univ.-Prof. Rüdiger Lohlker. Zur Diskussion standen rigorose Themen: transnationaler Dschihadismus und dschihadistische Propaganda. Die „Sir Peter Ustinov“-Gastprofessorin Jordanka Telbizova-Sack fungierte als Moderatorin.

Telbizova-Sack stellt uns den Islamwissenschafter vor und zählt zudem Lohlkers Schwerpunkte auf: Islamisches Recht, Salafismus, Dschihadismus und dschidastische Propaganda im Internet. Sein neuestes Buch „Theologie der Gewalt“ ist bereits erschienen und findet man in sämtlichen Bibliotheken.

Lohlker – seine Thesen

Man spricht in allen Medien ausschließlich vom IS. Dabei vergesse man gerne, dass in Syrien unzählige Organisationen dschihadistischer Art existieren. Die Täter stellt man gerne als „Rebellen“ dar. Lohlker gibt aber zu bedenken, dass die Medien selten die Realität zeigen. Die einen würden lediglich als die Guten und die anderen als die Schlechten charakterisiert. Deshalb rät der Islamwissenschafter, vorsichtig zu sein, besonders wenn es um Nachrichten über den Dschihad geht.

Brennende IS-Themen seien derzeit die Morde in Orlando (Florida). Diese Taten würden deutlich zeigen, dass ein Attentat an jeder Stelle passieren könne – und diese Attentate habe man dem IS komplett zugeschrieben.

„Es ist aber schwierig“, so der Experte:

Was in der Berichterstattung fehlt

Berichtet würde nicht darüber, wie schnell es heute gehen kann, zu dschihadistischen Informationen im Internet zu gelangen. Der Orlando-Attentäter sei laut Lohlker vermutlich durch Informationen manipuliert worden, die ganz leicht einem der gängigen dschihadistischen Telegram-Kanäle zu entnehmen seien. Diese Art der Propaganda führe übrigens rapide dazu, bestimmte Ideen und Feindbilder in die Köpfe von Einzeltätern und kleinen Gruppen „einzupflanzen“. Da würden diese Täter in spe – inspiriert durch das Internet – gerne aktiv. Das nennt man übrigens „virtuelle Führung“, verrät Lohlker: Online finden also „Besprechungen“ statt und derjenige, der die Videos dazu konsumiert, der die Fotos sieht, fühle sich danach veranlasst, eine Operation wie z.B. ein Attentat durchzuführen. Und in diesem Fall müsste es sich sicher um anti-homosexuelle Propaganda gehandelt haben, so der Experte.

Die IS-Propaganda im Detail

In der IS-Propaganda sei zwischen zwei Ebenen zu unterscheiden:

  • die individuelle Rezeption – die dann zur Aktion führen kann oder zu einem Anschluss an dschihadistische Gruppierungen und die
  • Formierung von Weltbildern, kohärent gemacht vom IS über das Internet vermittelt.

Geschlechtergrenzen und Verhaltenslehren

Die im westlichen Gedankengut vorherrschende Vermischung der Geschlechter-Grenzen sei für den IS ein ganz signifikantes Thema und würde über diverse Kanäle angesprochen. Widmet man sich nun tatsächlich arabischer Onlinekommunikation, könne man sehr schnell erkennen, dass die Geschlechtergrenzen, also das Idealbild der Frau und das des Mannes, akribisch definiert seien.

Die Frau

Nach Lohlkers Dafürhalten, würde einer Frau genau vorgeschrieben, wie sie sich zu kleiden hätte.

Und auch die Verhaltenslehren seien genau bestimmt und propagiert durch den IS: Es existieren z.B. Broschüren aus dem Jahr 2014, in denen davon die Rede ist, dass „Bildung für die Frau“ zu unterlassen sei. Bildung für die Frau? Auch das sei ein No-Go. Das Thema Feminismus? Also das ginge nun wirklich zu weit ..

Am 13.6. seien weiters auf einem der berüchtigten Telegram-Kanäle gewisse Regeln publiziert worden, wie eine eine Frau zu handeln habe, wenn sie einen gewissen Widerspruch ihrem Ehemann gegenüber in sich keimen fühle. Widerstand? Wieder verbietet das der IS und behauptet, dass diese „Regeln“ eine Überlieferung des Propheten seien; anschließend würden zwei Koranverse gepredigt – und schon ist das Ganze religiös argumentiert, bedenkt der Experte.

Der Mann

Auch beim Mann gebe es Punkte, die akribisch zu befolgen wären: Letzte Woche erst ist eine kleine Schrift, ein Flyer von über sechs Seiten herausgegeben worden, in der definiert ist, wie ein IS Kämpfer seinen Bart zu tragen hätte und warum es verboten sei, ihn zu trimmen. Auch diese Behauptungen sind religiös begründet.

Und dann gebe es noch diverse Appelle an das männliche „Publikum“:

„Wenn du noch ein wenig Männlichkeit in dir hast, dann handelst du dem entgegen!“

Daran könne man das Bild der „Männlichkeit“ erkennen, welches der IS zu vermitteln suche. Ein weiterer Slogan:

„Richtige Kriege brauchen richtige Männer.“

Die Geschlechtergrenzen sind also zentral für die Vorstellungen des IS. Das sei allerdings gut analysierbar – dafür müsse man sich bloß Wissen aneignen über die „Verhaltenslehre in der deutschen Zwischenkriegszeit“, so der Experte.

Das Phänomen, genau definierte Verhaltenslehren anzubieten, nach denen man sich orientieren könne, sei übrigens nicht spezifisch islamisch. Es gehe viel mehr um „Das doppelte Scheitern“, erklärt der Dschihadismus-Experte:

„Nämlich das Scheitern sowohl des Staates, der Wirtschaft, der Gesellschaft in der Peripherie weltweit, sowie das Scheitern innerhalb Europas. Da ist die Erfolglosigkeit in der gesellschaftlichen Integration zu beobachten. Und darin ist die Suche nach anderen Verhaltenslehren begründet. (…) Der IS spielt mit dem Thema Erfolg, und Menschen schließen sich bekanntlich gerne den erfolgsversprechendstenen Organisationen an.“

Was nennen wir überhaupt „islamisch“?

Wir hätten es beim IS mit einer Organisation zu tun, die sich „Islamischer Staat“ nennt. Da fange bereits das Problem an, so Lohlker: Was nennen wir denn überhaupt islamisch? Er ziehe einen gehaltvolleren Begriff vor:

„Sinnvoll redet man über den Islam, wenn man von der Auseinandersetzung mit der islamischen Offenbarung spricht. Über den Propheten Mohammed also selber zu reden. Diese Auseinandersetzung geschieht in verschiedenen Prä- und Kontexten. Einer dieser Prätexte ist das, was wir im Falle des IS sehr gut ausformuliert finden: Der Islam ‚kann‘ nur gewalttätig.“

Der Experte betont dennoch, dass es ohne den IS definitiv keine Gewalt im Islam gebe.

Vortrag. Zu Gast: Dhihadismusexperte Rüdiger Lohlker

Die „intellektuelle“ Arbeit des IS

In einer „intellektuellen“ Schrift von Abu Bakr al-Baghdadi sei des weiteren darauf verwiesen worden – und das sei in der älteren Herrschaftstheorie enthalten –, dass ein Kalif aus dem größeren Familienverband des Propheten zu stammen habe. Und ein Kalif solle ein Gelehrter sein. Diese Verweise von al-Baghdadi als Dissertation sieht Lohlker übrigens als ein nicht „so beeindruckendes“ Oeuvre. Und doch reiche so etwas aus, um zu zeigen, dass intellektuelle Arbeit geleistet worden war.

Was den IS auch „legitimiert“: der „Kampf“

Es würde immer wieder hervorgestrichen, dass al-Baghdadi ein „erfolgreicher“ Kämpfer gewesen sei; er habe also nicht nur etwas Erfolgreiches intellektuell erfasst, sondern auch: erfolgreich gekämpft! Ein weiteres signifikantes Element, den IS zu legitimieren, sei es folglich, jemals „erfolgreich gegen einen Feind gekämpft zu haben“. Und es ginge sogar so weit, betont der Forscher, dass der IS behauptet, der Gegner erkenne den IS sogar als ernstzunehmenden Feind an. Somit würde untermauert, dass der IS ein ernstzunehmender Vertreter des Kalifats sei.

Die zahlreichen Hinrichtungsvideos, die Meldungen über die erfolgreichen Kämpfe der Milizen des IS bestätigen diese Vermutung, so der Experte. Zentral dabei ist, dass es nicht nur um die Hinrichtungen geht, sondern auch um den erfolgreichen Kampf. Da gibt es Videos mit Panzern, die über Rampen gejagt werden und nur so durch die Gegend „hüpfen“. Dieses „kindische“ Phänomen führt uns zum nächsten Punkt:

Die pubertäre Bildsprache – nicht nur ein IS-Phänomen

Die Gewalt, die „erfolgreiche“ Gewalt, ist ein zentrales Merkmal des IS. Wenn man sich nun tatsächlich mit der dschihadistischen Propaganda/Kommunikation beschäftigt, so Lohlker, könne man feststellen, dass der IS sehr viel Zeit und Energie dazu verwendet, religiöse Schriften zu verbreiten.

„Da sind wir bereits bei der Al Kaida“, führt der Experte fort.

Das Thema Al Kaida sei damals leider ignoriert worden. Dieselben Grundsätze findet man nun immer wieder in der IS-Propaganda.

Thema: Ramadan – der IS definiert die Regeln

Zur Zeit des Ramadan würden natürlich Schriften verteilt, in denen die Regeln des Ramandan durch den IS definiert seien, warnt Lohlker. Und diese Schriften seien sehr „detailliert“. Ziel des IS sei, sich in weiteren Schritten den Ramadan als „religiöse Pflicht“ anzueignen und neu zu deuten. Die neue Sinngebung islamisch-religiöser Pflichten sei die vordergründige IS-Destination.

Keine Kompromisse

Kompromisse mit existierenden Herrschaften seien ebenso ein No-Go aus der Sicht des IS. Und mehrere Parteien, die miteinander konkurrieren, seien für den IS unvorstellbar. Das ist ein weiteres Element, das dem IS zuzuschreiben ist, meint Lohlker.

Apokalyptische Grundstimmung

Für den IS sei diese Kampfzentriertheit in Form einer „apokalyptisch erzeugten Grundstimmung“ notwendig, um die Vorbereitung auf den „Jüngsten Tag“, auf die „Auferstehung“ in die Wege zu leiten. Die „richtige Ordnung“ auf Erden solle durch den IS wiederhergestellt werden. Und zur Vorbereitung dieses Zustandes, des „Jüngsten Tages“, müsse man, so der IS, ein Kalifat gründen – das ist eine religiöse Pflicht beim IS. Es sei übrigens eine große Sünde, würde jemand nicht den Kalifen des IS anerkennen, so der Experte. Und „große Sünder“ müssen dabei zu Tode kommen. Lohlker verweist dazu auf die „Sündenlehre“. Und diese würde auch in anderen islamischen Kontexten missbraucht.

„Gewalt ist übrigens nicht nur ein Mittel, sondern das Ziel“, meint Lohlker.

Dschihadistische Videos – Inhalte

Oft würden Gräberzerstörungen/-sprengungen gezeigt werden, die dem Erdboden gleichgemacht würden. Auch schiitische Versammlungs-/Pilgerstätten werden gerne „planiert“.

Lohlker verweist nun auf das Video, in dem die Tötung eines jordanischen Piloten durch Verbrennung gezeigt wurde und spricht besonders den Punkt an: Laut IS ist die Verbrennung von Kriegsgefangenen laut IS erlaubt. Er analysiert, wie es in diesem Video genau ablief:

  • Zu Beginn sieht man Ausschnitte aus Kriegsfilmen,
  • dann die Bombardierung des Toten,
  • weiters das abgeschossene Flugzeug,
  • in der Folge die Gefangenschaft des Piloten,
  • dann die Zeugenaussage des Piloten, der sich (erzwungen) bekennt und
  • schließlich seine Tötung;
  • und zu guter Letzt werden Informationen über andere jordanische Piloten eingespielt: Wo sie wohnen, wo sie stationiert sind.

Für nicht Arabisch Sprechende gibt es übrigens englischsprachige Schriften – und in den Telegram-Kommunikationen genüge dann das Fallen eines einzigen Namens, um die gesamte Geschichte hervorzurufen, so Lohlker und setzt fort:

„Das Hauptproblem in der ‚Terrorismusforschung‘ ist, dass 95% der Leute kein Arabisch können und  infolgedessen nicht mitbekommen, was wirklich im Hintergrund passiert. Die meisten schauen solche Videos also gar nicht an. (…) Weiters besteht leider die Gefahr, und das kam schon einmal vor, sich Probleme mit dem Ethik-Kommittee einzuhandeln: Man führt schließlich Gewalt vor. – Darin erkennt man die Ahnungslosigkeit in diesem Bereich. Wie soll ich aber die gesamte arabisch-theologische Diskussion verstehen – ohne Arabisch?“

Nicht nur der IS ist für alles verantwortlich

Das wahre Ausmaß der Zerstörung sei nicht alleine dem IS zuzuschreiben: Auch die Al Kaida und die Salafisten hätten dazu beigetragen. Der IS ist dennoch die Organisation, die das Ganze gegründet habe.

Der Islam sei auch nicht die Ursache; da handle es sich um ein Missverständnis, so Lohlker:

„Religion ist kein homogenes Phänomen – sie ist widersprüchlicher, als sich Theologen nur vorstellen können. Man tappt dabei leicht in eine religionswissenschaftliche Falle. Allein: Religion ist ‚mehr‘.“

Und die „Schuld“ liegt nicht bei der Arabischen Welt, gibt der Experte zu bedenken:

„Es sind die Institutionen schuld, die einen Schuldigen wollen.“

Publikumsfrage: „What’s next? Ich habe Angst.“

Der Terrorismus-Forscher dazu: „Ich kann nicht sagen, was als nächstes geplant ist. In Syrien z.B. wird zunehmend jene Propaganda verbreitet: ‚Geht nach Lybien‘. – Ist das das nächste Schlachtfeld .. ?“

Welche Gegenmaßnahmen gibt es?

Das Projekt VORTEX (Vienna Observatory for Applied Research on Terrorism and Extremism), das mit Lohlker als Projektleiter letztes Jahr begonnen wurde, ist eine Initiative, die Hoffnung macht: Unter anderem werden legitime islamische Gegenpositionen entwickelt, um eine Alternative für die Muslime zu bieten. Das VORTEX-Team sei im Moment dabei, die ersten Videos zu produzieren und sie zu testen, wie gut sie auf der Straße ankommen; danach würden sie online gestellt. Lohlker:

„Es ist jetzt Ramadan, und es wird noch dauern, bis die ersten Ergebnisse erzielt werden; die Videos werden auf Deutsch, Englisch und Arabisch gehalten, weil gerade die IS-Hauptpropaganda auf Arabisch ‚fährt‘. Und man muss man unbedingt in arabischer Sprache dagegenhalten.“

Der Dschihadismus-Experte gibt nun zu bedenken, dass das Ganze mit Kosten verbunden ist: Die IS Propaganda laufe 24h/Tag. Glücklich zeigt er sich darüber, dass die Indonesier an diesem Projekt Interesse zeigen und dafür über ihre zahlreichen Lehranstalten Leute zur Verfügung stellen würden. Dass diese anti-dschihadistische Idee bereits zum IS durchgedrungen sei, also bereits „wahrgenommen“ würde, ließe sich deshalb vermuten, weil erst letzte Woche ein Video gezeigt wurde, in dem der IS den „Südostislam“ als „Feind“ propagierte.

Weiters regt er an, Anti-Propaganda in zusätzlichen Sprachen und mit Untertiteln, entstehen zu lassen: Englisch, Französisch, Tschetschenisch. Dadurch entstehe eine gewisse „Eindämmung“. Im Endeffekt ginge es, so Lohlker, ausschließlich um eines:

„Die Einschränkung der Attraktivität des IS.“

Gibt es weitere Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit?

Das bejaht Lohlker, aber „nicht organisiert“, „nicht koordiniert“. Und online finde das Ganze nicht statt. Da zeige sich die Hilflosigkeit, und der Wissenschafter zitiert dazu einen indonesischen Freund:

„Ich wusste, dass sie gut sind, jetzt bin ich aber deprimiert, weil ich weiß ich wie gut sie sind.“

Es gebe diverse Versuche, dem IS entgegen zu halten; für 20 Millionen könne man natürlich sehr viel auf die Beine stellen. Nur leider gebe es keine Firmen, die sich dafür interessieren, zeigt sich Lohlker unzufrieden.

Wieviele IS-Männer befinden sich in Österreich?

Der Experte: „260 sind Ausreisende und Rückkehrer. Es gibt einfach eine Szene, die da ist; gerade unter den Jugendlichen ist eine breite Sympathie für IS-Elemente da; und aus ‚Bad Boy‘-Phantasien lassen sich gut weitere Personen rekrutieren.“

Gibt es weitere Präventionsprojekte auf internationaler, auf euroäischer Ebene, die auch finanziert werden?

Es gebe sehr wohl ein zunehmendes Bewusstsein; auch Geld gebe es, aber das Meiste würde in die Technik gesteckt; und besonders „sträflich“ findet Lohlker es, dass die Jugend- und Sozialarbeit zu wenig gefördert würde. Und das sei ein europaweites Problem. Die Sicherheitsmaßnahmen würden sich auf eine Aufstockung der Polizei beschränken, aber:

„Es wird immer auf die Jugend- und Sozialarbeit vergessen. Es sind oft die Jugend- und Sozialarbeiter, die mit den Jungen reden – gar nicht mehr die Familie. Europaweit passiert da viel zu wenig.“

Ich fragte: Ist es möglich, als Individuum, einen Versuchten „rauszuretten“ aus seinem IS-Gedankengut?

In Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern könne man Versuchte vielleicht auf andere Zusammenhänge bringen. Es ginge darum, Gruppenstrukturen aufzubrechen, denn: Ein Strang der Radikalisierung fängt individuell an und mündet schnell in irgendwelche Gruppeneinbindungen. Extreme Ideen ließen sich dadurch einfach verstärken. Wenn es aber möglich ist, da jemanden herauszubekommen, dann ist viel geschafft.

Univ.-Prof. Rüdiger Lohlker beendet den Gastvortrag mit einem Witz

„Ein Taxler wartet auf einen Fahrgast.
Es steigt ein Salafist ein.
Bei ihm ist alles, wie es sich für einen perfekten Salafisten gehört: Bart, Kleider etc.
Der Taxler fährt los und dreht das Radio auf.
Der Fahrgast: ‚Dreh‘ das ab! Das hat es zur Zeit des Propheten nicht gegeben!‘
Der Taxler dreht ab und fährt weiter.
Er zündet sich eine Zigarette an.
Der Salafist: ‚Das geht nicht, das hat es zur Zeit des Propheten nicht gegeben!‘
Gut, der Taxler dämpft die Zigarette aus.
Und schiebt eine Kassette ins Deck.
Der Salafist: ‚Nein! Das hat es zur Zeit des Propheten nicht gegeben!‘
Jetzt hat der Taxler endgültig genug, bremst, öffnet die Tür und sagt:
‚Raus!! Taxifahrten hat es zur Zeit des Propheten auch nicht gegeben!'“

Credits

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Theologie der Gewalt - Dhihadistisches Denken Theologie der Gewalt – Dhihadistisches Denken Bianca Traxler CC BY-SA 4.0
Vortrag. Zu Gast: Dhihadismusexperte Rüdiger Lohlker Vortrag. Zu Gast: Dhihadismusexperte Rüdiger Lohlker Bianca Traxler CC BY-SA 4.0