Warum man Krisenmanagement Experten überlassen sollte

Gesellschaft

Der ehemalige Kommandant zahlreicher UNO-Friedensmissionen und Gründungspräsident der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, General i.R. Günther Greindl, ist unser heutiger Gast bei Reiner Wein. Nach dem Studium der Raumplanung, welches er schon als Mitarbeiter des Österreichischen Bundesheeres besuchte, absolvierte er den Generalstabskurs an der Militärakademie. Seinen ersten Einsatz erlebte er während des Hochwassers 1966, als unter seiner Leitung 25 Brücken gebaut wurden.

In das Versprechen der Politik, angesichts des Überfalls Russlands auf die Ukraine auch hierzulande das Bundesheer wieder besser auszustatten, setzt Greindl große Hoffnung.

Die 8 Jahre als Kommandant diverser UNO-Friedenstruppen bezeichnet Greindl als die schönste Zeit seiner Laufbahn, weil sie die größten Herausforderungen für ihn bereithielt, egal ob in Kuwait oder in Sarajewo in Jugoslawien. Im Folgenden berichtet er über seine Erlebnisse in diversen Ländern, auch über ein Treffen mit UNO Generalsekretär Kofi Annan.

Die Entscheidung, die österreichischen UNO-Blauhelme 2013 vom Golan abzuziehen, kam für alle Betroffenen sehr überraschend und löste viel Unverständnis aus: Österreich hatte sich durch diesen Einsatz sowohl auf israelischer, als auch auf syrischer Seite einen sehr guten Ruf erworben. Im Libanon unterhält Österreich bis heute ein kleines Kontingent an UNO-Soldaten.

Ein besonderes Erlebnis für ihn war die Verleihung des Friedensnobelpreises 1988 an die UNO Friedenstruppen, bei der er an der Seite des Generalsekretärs den Preis entgegennehmen durfte. Dies sei auch ein besonderer Augenblick für Österreich gewesen: die Friedenstruppen haben das durch den zweiten Weltkrieg zerstörte Ansehen Österreichs maßgeblich positiv beeinflusst.

Zu Beginn der Coronakrise habe die Bevölkerung alle Maßnahmen mitgetragen. Das Statement vom damaligen Kanzler, dass bald jeder jemanden kennen würde, der an Corona verstorben ist, hielt Greindl für übertrieben und falsch. Denn in Krisen gibt es seiner Erfahrung nach drei zu beachtende Grundsätze: Angst und Panik vermeiden, Reservenbildung und umsichtiges Handeln unter Einbindung aller Betroffenen. All diese Grundsätze habe das österreichische Coronamanagement vermissen lassen. Der Beschluss der Impfpflicht war schließlich der Ausgangspunkt seines Engagements gegen die Coronamaßnahmen; ein Impfstoff, der die Pandemie nicht beendet, keine sterile Immunität schafft und nicht ausreichend erprobt ist, könne nicht als verpflichtende Impfung eingeführt werden. Die 180.000 eingebrachten Stellungnahmen gegen das Impfpflichtgesetz wurden ohne jegliche Diskussion beiseite gewischt. Der oft vorgebrachte Vergleich mit der Impfpflicht gegen Pocken hinkt laut Greindl an vielen Stellen: Die Pocken hatten eine Todesrate von 30% (Corona weit unter 1%), Die einmalige (!) Pockenimpfung schaffte sterile Immunität und konnte somit die Pandemie beenden; auch war ihre Wirksamkeit seit langem erprobt und alle etwa 5000, meist geringfügigen Nebenwirkungen bekannt.

Die massive Verflechtung der Weltgesundheitsorganisation mit der Pharmabranche – nur noch 16% der Gelder der WHO kommen von Regierungen, der Rest aus dem Privatbereich – lassen nicht gerade darauf schließen, dass diese Organisation neutral im Sinne der Menschen agiert. Und nun will die WHO auch noch ein Konzept ausarbeiten, dass alle Staaten dazu verpflichtet, wie sie sich im Falle einer Pandemie verhalten sollen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs geht es unter anderem um die Geheimverträge zwischen der EU und den Pharmafirmen, die Änderung der Definition von Herdenimmunität (gibt es nur noch über Impfung, nicht über natürliche Ansteckung) und Pandemie (Letalitätsrate ist egal), die fehlenden Kontrollen rund um Coronatote und Impfschäden, die schnelle Bereitschaft der Menschen, für ihre Sicherheit andere zu diskriminieren und vieles mehr.

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