Dr. Michael Brunner – Den Sumpf trocken legen

Politik

In diesem Reiner Wein Spezial-Interview zur anstehenden Bundespräsidentschaftswahl in Österreich, das in Kooperation mit der Plattform Respekt verwirklicht wurde, ist Dr. Michael Brunner, der Kandidat der Partei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte), bei Michael Winkler zu Gast.

Für Dr. Brunner, der seine Vereidigung als Rechtsanwalt an einem 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag und Gedenktag der Französischen Revolution abgelegt hat, war es von Anfang an klar, dass er weder Unrecht ertragen noch erdulden mag, sondern sich dadurch zum Handeln aufgerufen fühlt. So habe er immer agiert, meint Brunner, und durch die Maßnahmen der aktuellen Bundesregierung sei so viel Unrecht geschehen, das er aktiv werden musste: Durch Individualanträge, die Gründung der Rechtsanwälte für Grundrechte, des außerparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschuss, der Partei MFG und der Freien Arbeitnehmer Österreichs (FAN) als Interessenvertretung, für die von Gewerkschaften und Arbeiterkammer vernachlässigten Erwerbstätigen habe er sich klar positioniert.

Für ihn ist klar, dass nur ein „Nicht-Mainstream-Kandidat“ in der Lage ist, den nötigen Systemwandel einzuleiten. Er wolle im Gegensatz zum derzeitigen Amtsinhaber Dr. Alexander Van der Bellen, der für ihn ein „Schweigepräsident“ ist, ein aktiver „Volkspräsident“ sein. Nach seiner Angelobung im Jänner 2023 werde er das übliche Demissionsangebot der Regierung annehmen bzw. diese entlassen. Die dann nötigen Neuwahlen würden der MFG wohl ein zweistelliges Ergebnis bringen und sie möglicherweise sogar zu „Königsmachern“ werden lassen vermutet Dr. Brunner.
Als zweite Amtshandlung werde er einen außerparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschuss mit „tatsächlichen Fachleuten“ einsetzen. Auch werde er als moralische Instanz agieren und nicht dulden, dass die Neutralität des Landes weiterhin ständig verletzt werde. Denn, wenn das Staatsoberhaupt die Stimme erhebe, ist Brunner sicher, dann habe das nicht nur Wirkung auf die Bevölkerung, sondern insbesondere auf Parteien und Parlament. Mit ihm sei daher der nötige Systemwandel möglich, so der MFG-Vorsitzende weiter.

Die von der Redaktion der Plattform Respekt erarbeiteten sechs Fragen beantwortet Brunner kurz aber klar und deutlich: als seine wichtigste Pflicht sieht der den Schutz der Bevölkerung, des Rechts und der Verfassung sowie ein „aktives Mitwirken am Geschehen“. Österreich sei für ihn ein wunderbares, blühendes Land mit einer wunderbaren Bevölkerung, deren Wohlstand durch die amtierende Regierung verspielt wird. Wenn es dem Einzelnen gut gehe, dann gehe es der Gesellschaft gut, auch gesellschaftliche Veränderung beginnen immer beim Individuum erklärt der MFG-Parteichef. Ein WHO-Austritt sei wichtig, daher werde es demnächst ein MFG-Volksbegehren für einen Austritt aus der WHO geben. Dr. Brunner versichert, dass er ausschließlich seinem Gewissen, seinem Rechtsanwaltseid, den Gesetzen und der Bevölkerung als „Anwalt des Volkes“ verpflichtet sei, daher ist er auch unbestechlich.

Wichtig sei es, weiterhin friedlich zu demonstrieren, so Dr. Brunner, Mahatma Gandhi habe ein Weltreich zu Sturz gebracht hat, weil er Bevölkerung und Massen für den Frieden begeistern konnte. Es gebe Untersuchungen, wonach der friedliche Widerstand von 3,5 % der Bevölkerung zu über 50% erfolgreich sei, wohingegen gewaltvoller Protest nur eine 25%-ige Chance auf Erfolg habe.

Jene 6000 Unterschriften, die zwischen 9. August und 2. September für eine Kandidatur bei der Bundespräsidentschaftswahl gesammelt werden müssen sind, seien bei alleine 30.000 MFG-Mitgliedern durchaus zu erreichen zeigt sich Dr. Brunner optimistisch.

Abschließend spricht Dr. Brunner noch über seine Freizeitaktivitäten und persönlichen Leidenschaften und stellt fest, dass er auch außenpolitisch z.B. im Umgang mit Recep Tayyip Erdoğan, dem Präsidenten der Türkei, stets die Interessen Österreichs selbst bewusst vertreten wird.

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Dr. Michael Brunner Wolfgang Müller 1

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