Mittelweg statt Radikalismus – Jakob Hofegger (Studenten stehen auf)

Gesellschaft

Der Student des Bauingenieurwesens an der TU Wien, Jakob Hofegger, ist unser heutiger Gast bei Reiner Wein und Gunther Sosna. In der akuten Phase der Coronamaßnahmen haben sich Studenten stehen auf vor allem mit Aktionismus (Demos organisieren, Flyer verteilen etc) beschäftigt. Wichtig sei es aber auch, langfristige Ziele im Auge zu behalten, die man über Jahre oder Jahrzehnte verfolgt, und deren Umsetzung man durch kleine Schritte im alltäglichen Leben befördert. So wie die „Gegenseite“ müsse man auch selbst in die Tat kommen und nicht im Theoretischen verharren. Gewachsene Strukturen zu besiegen sei schwierig – besser ist es, wenn man bei jedem einzelnen ansetzt, damit sich dieser bewusst wird, welches Leben er leben will.

Seine eigenen Erfahrungen an der Uni während der Pandemie haben ihm klargemacht, dass es notwendig ist, Mittelwege zu finden, um die radikalen Ansätze und die singulären Lösungsvorschläge unterschiedlicher Gruppe zu durchbrechen. Systeme radikal und kurzfristig abzuschaffen, funktioniert aus seiner Sicht nicht: besser sei es, parallel an neuen Strukturen zu bauen und dem alten System langsam, aber stetig Energie zu entziehen.

Die Stärkung des Individuums ist für ihn das beste Gegenmittel gegen autoritäre Entwicklungen, wie wir sie seit 2020 erleben. Die Leute zu indoktrinieren ist der falsche Weg – denn die Kraft und der Mut zur Veränderung muss bei jedem Menschen aus sich herauskommen. Jeder Mensch trägt ein großes Potenzial in sich – und jeder sollte sich trauen, dieses zu wecken, um sein individuelles Können in die Welt einzubringen und so dem Konformismus zu widerstehen. Bei Studenten stehen auf hat er viele Menschen kennengelernt, die an ihrem Individualismus arbeiten und so eine spannende Zukunft ermöglichen.

Dass Medien und Politik das geltende Narrativ (Maske, Impfen) ständig wiederholen (müssen), um die Menschen zu überzeugen, ist für ihn der Beweis, dass dieses Narrativ nicht so gut sein kann – denn dann würde man die Menschen wesentlich schneller davon überzeugen.

Da sich die Zeiten momentan rasant verändern, sei es wichtig, spontan auf diese Veränderungen reagieren zu können. Sollte sich das Coronaszenario im Herbst wiederholen, sind Studenten stehen auf jedenfalls besser vorbereitet als 2020. Die Hoffnung auf Veränderung wird jedenfalls weiterleben, egal was kommen mag.

Credits

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Studenten stehen auf – Teil 3 – Jakob Wolfgang Müller 1

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