Von Champions lernen – Andreas Du-Rieux

Gesellschaft

Der aus dem ORF bekannte Tennismoderator und Sportexperte Andreas Du-Rieux ist unser heutiger Gast bei Reiner Wein. Eine Krankheit hat ihn vor Jahren zum Nachdenken gebracht, was er in seinem restlichen Leben noch machen will – worauf er sich entschied, aus dem Hamsterrad der Sportberichterstattung auszusteigen.

Im Leben wie im Sport entscheidet sich der Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage zumeist im Kopf – und genau dieser Aspekt steht im Mittelpunkt seines neuen Projektes: welches Mindset macht echte Champions aus, welche Routinen laufen bei ihnen ab, wie bereiten sie sich auf ihren Einsatz vor, wie gehen sie an einem „schwarzen Tag“ mit ihren Emotionen um etc. Als ausgebildeter Mentalcoach schlägt er jedem Menschen vor, wenn er in der Früh aufwacht und ob der vielen Krisen und persönlichen Probleme schon depressiv aus dem Bett steigt, dass er diese negativen Gedanken bei Seite schiebt und versucht, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die in seinem Bereich liegen. Die Weltkrisen soll man zwar nicht ganz ignorieren, aber so weit es geht ausblenden – denn daran kann man selbst nichts ändern.

Grenzen gibt es nur im Kopf. Bestes Beispiel dafür ist Niki Lauda, der mit seiner Airline das quasi in Stein gemeißelte Monopol der Austrian Airlines erfolgreich herausgefordert hat. Oft werden uns auch Grenzen eingeredet – bis jemand es wagt, sie einzureißen und damit Erfolg hat. Warum sich Menschen ständig auf ihre Ängste und Sorgen, und nicht auf ihre Stärken und positive Gedanken konzentrieren, wäre Thema für eine eigene Diskussion.

Champions wissen sehr früh, welche Stärken sie haben, wie sie ticken, und in welchen Bereichen sie sich verbessern können. Sie setzen sich ihre Ziele meist sehr hoch und wissen, dass sie, wenn sie diese erreichen wollen, dafür mehr leisten müssen, als alle anderen. Auch eine gewisse Form von Masochismus ist dem ein oder anderen Champion eigen.

Jedem Menschen wohnt eine intrinsische Motivation inne – aber nicht jeder kann sie aktivieren. Um Erfolg zu haben, kann man sich aber auch an seinen Vorbildern orientieren und sich in diese hineinversetzen.

Erfolgreiche Sportler visualisieren im Geiste nicht nur das Rennen, sondern auch ihren eigenen Erfolg und wie sich dieser anfühlt. Diesen State of Excellence kann man auch im privaten und beruflichen Leben trainieren. Um diesen Zustand zu erreichen, nutzen Sportler oft eingelernte Routinen.

Warum Champions über ihre Erfahrungen und Gedanken Buch führen, wie Niki Lauda in der Formel Eins erfolgreich wurde, wie sich Sportler auf entscheidende Momente konzentrieren, welche Ziele das Video-Projekt „Das Champions-Prinzip“ verfolgt und was man daraus für den eigenen Alltag lernen kann sind weitere Themen dieses Gesprächs.

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RW – Andreas Du-Rieux Wolfgang Müller 1