Heilung statt Behandlung – Perspektiven für eine menschliche Medizin

Lebenswelten

Anlässlich seiner Pensionierung sah sich Reuther veranlasst, seine Abrechnung mit einer unmenschlichen Medizin zu verfassen. Rückblickend auf die vielen Jahrhunderte der Medizingeschichte erschließt sich ein Blick auf eine lange Reihe von Irrtümern und Skandalen, in deren Mittelpunkt nicht die Heilung sondern vor allem die Behandlung von Krankheiten stehen. Ärzte und Politiker wurden schon lange vor „Corona“ zu Handlangern von Big Pharma, so der Medizinaufklärer. Denn mit der Gesundheit ließ sich niemals Geld machen, immer waren und sind Erkrankungen und im Idealfall chronische Leiden die Quellen für gute Geschäfte der pharmazeutischen Industrie. Auch die Einführung der Krankenkassen, die heute euphemistisch Gesundheitskassen genannt werden, könne als einer der Grundpfeiler einer wachsenden Gesundheitsdiktatur bezeichnet werden, so Reuther. „Ohne Selbstbestimmung führt die Medizin das Ende der Gesundheit herbei“, stellt er in seinem Buch fest.

Für ihn sei mit dem 23.3.2020, als die WHO festlegte, wann jemand als Covid-19-Verstorbener zu deklarieren sei, das endgültige Ende der evidenzbasierten Medizin eingetreten. Mit Evidenzen hatte die Medizin aber auch schon früher ihre liebe Not und so wurde oftmals viel zu lang an unwirksamen und sogar schädlichen Behandlungen festgehalten. Im Vergleich zur so genannten Schulmedizin hatten alternative „Heilmethoden“ immerhin den Vorteil, dass sie keinen Schaden angerichtet hätten, meint Dr. Reuther.

Im Mittelpunkt des Genesungsprozesses müssen jedenfalls die Selbstheilungskräfte des Menschen stehen. Und so war es nur logisch, dass „gute“ Ärzte sich niemals auf Diagnosen sondern auf Prognosen einließen, die den Zustand des Patienten in den Blick nahmen. „Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles“ soll Louis Pasteur am Totenbett gesagt und damit erkannt haben, dass es niemals um den Erreger, sondern immer um das Umfeld und den Zustand des Erkrankten ginge. Diese seien das Um und Auf, um eine Genesung zu ermöglichen.

Dr. Reuther erklärt in seinen Ausführungen auch den Begriff Placebo und die durchaus heilende Wirkung von Placebo-Effekten. In der Früherkennung und in Impfungen sieht er keinen sinnvollen Weg zur Prävention von Krankheiten. Um wohlauf zu bleiben brauche der Mensch vielmehr sauberes Wasser, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und eine gesunde Umwelt. Faktoren, die in der so genannten „Prävention“ aber kaum Berücksichtigung fänden.

Angesprochen auf die Frage, ob es dann denn überhaupt Ärzte brauche, verrät der Medizinaufklärer, dass im Hinblick auf die Ergebnisse seiner Forschung zur Geschichte der Medizin die Gesundheitsmechaniker, Kräuterkundigen und Hebammen als die wahren Heilkundigen zu sehen seien.

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