Was schenken wir unseren Kindern – Lesung Simone Kostka

LebensweltenPädagogik neu gedacht

Inspiriert wurde die freiberufliche Pädagogik und Autorin Simone Kostka, die Familien zu den Themen Entwicklung, Entfaltung, Lernen und Lernschwächen begleitet von einem Buch von Gerald Hüther und André Stern mit dem Titel „Was schenken wir unseren Kindern“.

So sind etwa Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe gelungene Beiträge zum Wohlergehen der Kinder, wenn wir Erziehung ernst meinen. Grundsätzlich wollen Eltern ihrem Nachwuchs auch

Verständnis, Geduld und Unterstützung sowie Nahrung und ein Dach über Kopf bieten. Nicht immer gelingt das trotz aller Bemühungen.

Für Simone Kostka liegt das an den unterschiedlichen Voraussetzungen, mit denen Eltern in die Erziehung ihrer Kinder starten. Den einen gelingt es gut, ihre Werte weiterzugeben, die Kinder fühlen sich dort wohl und geborgen. Ein Hauptmotiv dieser Eltern ist es, dass die es anders bzw. besser als ihre Eltern machen wollen.

Andererseits gibt es auch Familien in denen die Erziehungsmuster der Herkunftsfamilie weitergeführt werden. Das Motto lautet: „Es war schon immer so, ich habe es auch nicht besser gehabt.“

Weit verbreitet ist eine Mischform dieser Erziehungsstile. „Oft funkt da der Kopf dazwischen“, meint Simone Kostka und daher greifen diese Eltern zu härteren Erziehungsformen als sie selbst wollen. Ihr Grundsatz ist: „Man macht das halt so!“

Kostka fragt sich, warum es heute immer noch so ist, dass man Babys weinen lässt und ihre Grundbedürfnisse ignoriert, dass man den Kindern gegenüber gewaltvolle Worte wählt oder auch die „g’sunde Watsch’n“ als Erziehungsmittel immer noch nicht verschwunden ist.

Die so genannte „Schwarze Pädagogik“ ist in unserer Gesellschaft immer noch fester verankert, als es gut ist, bis heute sind Generationen von einer Erziehungsideologie aus der NS-Zeit geprägt, in der der Erziehungsratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ der deutschen Ärztin Dr. Johanna Harrer als Grundlage allen erzieherischen Handels angesehen wurde. Noch 1987 wurde eine überarbeitete Auflage unter dem Titel „Die Mutter und ihr erstes Kind“ veröffentlicht.

Für Simone Kostka gilt es, diese schädlichen Ansichten zu überwinden und sich viel mehr an den Bedürfnissen des Kindes zu orientieren.

Im weiteren Verlauf der Lesung geht sie daher noch auf weitere aus ihrer Sicht wichtige und wesentliche „Geschenke“ an die Kinder ein, nämlich Resilienz, Autonomie und Bildung.

Zum Abschluss beantwortet Simone Kostka noch Fragen aus dem Publikum.

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IP – Was schenken wir unseren Kindern-DE-IPHP Wolfgang Müller CC BY-SA 4.0
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