Bericht über die Kundgebung „Demokratie und Grundrechte“

Zu Beginn unseres „Street Reports“ über die Kundgebung „Demokratie und Grundrechte“ am 28.4.2021 am Platz der Menschenrechte schildert unser Street Reporter Franco seine Eindrücke von dieser Demonstration am Platz der Menschenrechte in Wien.

Als Erster betritt Mitorganisator und Moderator Dr. Hannes Hofbauer die Bühne, der das dystopische Ausmaß der seit Beginn der Coronakrise verabschiedeten Verordnungen und die wiederkehrenden Verbote von Kundgebungen gegen die Coronamaßnahmen kritisiert. Gegen die erkennbaren autoritären Tendenzen müsse man gemeinsam aufbegehren, das Virus dürfe nicht dazu benutzt werden, den Überwachungsstaat auszubauen und Bürger- und Freiheitsrechte abzuschaffen.

Im Folgenden wird das Theaterstück „Die Erde hustet“ aufgeführt, das sich u.a. kritisch mit der Maskenpflicht auseinandersetzt.

Der Kabarettist Roland Düringer blickt in seiner Rede auf seinen öffentlichen Auftritt anlässlich der Finanzkrise 2008/09 zurück. Seine Aufgabe bei solchen Veranstaltungen sei es, den Finger in die Wunde zu legen. Seinen Standpunkt zu Corona habe er in seinem Beitrag bei allesdichtmachen klargestellt. Der problematische Umgang unserer westlichen Gesellschaft mit dem Tod führt dazu, dass man heute die Kranken und die Alten rettet, aber dafür den Rest der Gesellschaft langfristig schädigt. Wichtig wäre es, in der Gesellschaft wieder das Verbindende zu finden und über unterschiedliche Standpunkte gemeinsam zu reden – denn das sachliche Gespräch ist mittlerweile von beiden Seiten aufgekündigt worden. Düringer erinnert daran, dass die Angst an Corona zu erkranken für die Betroffenen ebenso real ist, wie die Angst vor dem Verlust der Demokratie und der Bürgerrechte.

Die Gastronomin Alexandra Psichos gründete Anfang Januar 2021 die Aktion 5 vor 12, die den Protest der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gegen die von Regierung und Wirtschaftskammer abgenickten Lockdowns organisiert. Über 200 Unternehmen haben diese Aktion bisher unterstützt. Durch die Änderung des Pandemiegesetzes haben viele Unternehmen ihr Recht auf eine Entschädigung verloren. Auch das Problem der Mietzahlungen wurde nicht gelöst. Diese vom Lockdown am härtesten betroffene Branche wurde zum Bittsteller degradiert; viele zuvor gesunde Unternehmen sind in finanzielle Notlagen gerade, mussten Kredite aufnehmen etc. Manche Hilfen sind bis heute nicht ausgezahlt worden. Die Ungleichbehandlung von Handel, körpernahen Dienstleistungen und Gastronomie, z.B. was das Testen betrifft, sei vollkommen unverständlich. Die seit Herbst 2020 vorhandenen Präventionskonzepte seien ignoriert worden – und das, obwohl es kaum Ansteckungen in der Gastronomie gab.

Die Pädagogin Renate Ljatifi beschreibt den Vorgang der Veränderung der kindlichen Psyche im Lockdown: eine Gefahr für alle Erwachsenen zu sein, löst in Kindern ein Trauma aus. Sie bringt zahlreiche Beispiele aus der Praxis, wie Kinder auf Strafandrohungen und Angstmache reagieren. Menschliche Nähe ist für uns in vielerlei Hinsicht überlebenswichtig; diese kann durch Online-Meetings nicht ersetzt werden. Wichtig ist es, dass man sich auch nach Meinungsverschiedenheiten in die Augen sehen und einander akzeptieren kann.

Zum Abschluss weist der Allgemeinmediziner Univ. Prof. Dr. med. Andreas Sönnichsen auf einen wichtigen Grundsatz im hippokratischen Eid hin: Richte mit dem, was Du als Arzt tust, keinen Schaden an. Seit mehr als einem Jahr wird dieser Grundsatz massiv verletzt. Keiner leugnet, dass es schwere Verläufe bei Corona gibt und Menschen daran sterben, aber für den Großteil der Bevölkerung ist diese Krankheit in ihren Auswirkungen so „normal“ wie die Grippe. Diese habe man (mit all ihren Auswirkungen) im Gegensatz zu Corona gesellschaftlich akzeptiert. Die verheerenden Auswirkungen der Coronamaßnahmen wurden und werden bisher ignoriert: es gibt z.B. zahlreiche Studien, die belegen, dass Arbeitslosigkeit die Gesundheit massiv beeinträchtigt – bei aktuell 500.000 Arbeitslosen eines von vielen Argumenten gegen den Lockdown. Seit einem Jahr wird durch die Maßnahmen der Regierung aktiv Armut geschaffen – aber wenn man darüber spricht, wird man medial als Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker diffamiert.

Credits

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Demo Demokratie und Grundrechte Wolfgang Müller 1

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